Knieprobleme, nacholympisches Tief: Yasmin Giger ist trotz aller Mühen auf WM-Kurs

Die Romanshorner Hürdenläuferin Yasmin Giger zeigte 2024 eine starke Olympiasaison. Der Weg in die neue Saison hingegen ist für die Ostschweizerin steinig. Die WM im September in Tokio bleibt das Ziel.

Die Ostschweiz fehlte in China. Als es Anfang Mai in Guangzhou für die nationalen Sprintstaffeln darum ging, sich WM-Tickets zu sichern, war im Nachgang Thurgauer Dialekt zu hören. Die Schweizerinnen sicherten sich über 4×400m ihre WM-Qualifikation für Tokio (13. bis 21. September 2025) – dies aber ohne die Romanshorner Hürdenläuferin Yasmin Giger.

Was doch ziemlich überraschte. Yasmin Giger hatte im vergangenen Sommer mit einer persönlichen Bestzeit gezeigt, dass sie das Olympia-Jahr perfekt geplant und vorbereitet hat. Und sie war an den Sommerspielen in Paris wichtige Stützen der Staffeln (Frauen/Mixed) gewesen. Doch für Yasmin Giger gilt eben auch: Der Start in die nacholympische Saison ist nicht nach ihrem Gusto verlaufen.

Gigers Knieprobleme klingen ab

Sie habe die WM-Qualifikation ihrer Kolleginnen im Livestream mitverfolgt und mitgefiebert, sagt Giger. «Klar wäre ich gerne dabei gewesen.» Nach einer «traumhaften Saison» hätten sich beim Wiedereinstieg vor der Hallensaison aber Belastungssymptome im Knie gezeigt, erklärt die 25-Jährige. Giger will die Sache nicht dramatisieren, spricht von einem «verspäteten Start» in die Saison, vom «Fokus auf die Gesundheit». «Ich brauchte viel Geduld. Aber mir wurde schnell klar, dass ich einen Schritt zurück machen muss – in der Hoffnung, dass ich danach drei Schritte nach vorne machen kann.» Diese Hoffnung besteht weiter, die Schmerzen seien inzwischen fast gänzlich abgeklungen. Noch sei sie Trainer Flavio Zberg daran, die Saison-Grundlagen aufzubauen, inzwischen sei sie aber fast bei einer «normalen Trainingsbelastung» angekommen.

Will heissen: Das Ziel, sich für die 400 m Hürden in Tokio zu qualifizieren über das World Ranking, bleibe realistisch. Und damit auch die Hoffnung, für die Staffel wieder zum Thema zu werden. Auch die Bestzeit von 54,77 Sekunden, die sie im vergangenen Jahr erreichte, werde wieder in Sichtweite kommen.

Die körperlichen Beschwerden waren schleichend gekommen nach der gelungenen, aber eben auch anstrengenden und anspruchsvollen Saison, sagt Giger. Sie hatte im Februar in der Halle noch Wettkämpfe bestritten, danach aber eine Pause einlegen müssen. Eine Pause, die sehr lehrreich gewesen sei und ihr abermals gezeigt habe, wie wichtig es sei, die Belastung richtig zusteuern. «Der Körper ist das wichtigste Kapital einer Spitzensportlerin – ich wusste von Beginn weg, dass ich mir Zeit lassen muss.»

Quelle-Artikel: St. Galler Tagblatt (Ralf Streule), 06.06.2025 / Foto: athletix.ch / Bildbeschreibung: Die Hürdenläuferin Yasmin Giger hatte mit Belastungssymptomen zu kämpfen.

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By Zaafir / Administrator, bbp_keymaster on Juni 06, 2025

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