Freue mich auf Titelkampf im Heimstadion

Yasmin Giger ist in der Schweiz seit einigen Jahren eine der besten Leichtathletinnen über 400 Meter, flach und Hürden. Die Romanshornerin hat bereits einige Ziele für die Saison 2026 fixiert.

Mitte April ist Yasmin Giger aus einem zweiwöchigen Trainingslager in der Türkei zurückgekehrt. Kaderübergreifend waren gegen 70 Sportler und Sportlerinnen aus der Schweiz dabei. «Weil in der Halle fast unmöglich an der Hürden-Technik gefeilt werden kann, war dies einer der Eckpfeiler. Aber natürlich haben wir an verschiedenen Details geschraubt. Ein gewisses Rahmenprogramm durfte zwar nicht fehlen, aber logischerweise waren dies keine Ferien,» zieht die Oberthurgauerin ein kurzes Fazit von diesen Tagen an der Wärme.

Bald der erste Wettkampf

Zurück in der Schweiz durfte die Romanshornerin jetzt vermelden: «Das Trainingslager in der Türkei ist nach Plan verlaufen. Ich bin gesund geblieben und wir konnten an den Basics arbeiten. Nun bereite ich mich hier auf den ersten Wettkampf im Inland vor (voraussichtlich anfangs Mai), der für mich ein erster Standorttest sein wird». An den Schweizer Hallen-Meisterschaften Ende Februar in St. Gallen durfte sich die 26-Jährige mit einer schnellen Zeit die Silbermedaille über 400 Meter umhängen lassen. Gibt es schon zum jetzigen Zeitpunkt gewisse Meetings, die sie heuer fest im Auge hat? «Da ist natürlich die Europameisterschaft ein Ziel. Sie findet erstmals überhaupt in Grossbritannien statt und zwar vom 10. bis 16. August im Alexander Stadium von Birmingham».

Schon vorher, nämlich am 25./26. Juli, stehen im Zürcher Letzigrund die Schweizer Meisterschaften an. Die Augen der Leichtathletin, die für den LC Zürich startet, beginnen zu strahlen: «Auf diesen Anlass in meinem Heimstadion freue ich mich natürlich ganz besonders». Ihr Trainer Flavio Zberg hat an den «Letzi» besonders gute Erinnerungen. Hier sorgte 2014 an der Europameisterschaft sein Schützling Kariem Hussein aus Tägerwilen über 400 Meter Hürden für einen absoluten Exploit und lief sogar zu Gold.

Bronze in Frauenfeld

Yasmin Giger hat schon in jungen Jahren viele Titel und Medaillen (auch international) gewonnen. Auch bei der Elite war sie bereits mehrfach Schweizer Meisterin, EM-, WM- und Olympia-Teilnehmerin. Ausgerechnet 2025 in ihrem Heimatkanton Thurgau gelang dies als Titelverteidigerin nicht wunschgemäss. Auf der brandneuen Anlage der Kleinen Allmend in Frauenfeld musste sie sich über 400 Meter Hürden mit Bronze zufrieden geben. Trotzdem lobte sie gleich nach diesem anstrengenden Rennen die Organisation: «Es war mega-cool, auf dieser schnellen Bahn zu laufen».

Bodenständig geblieben

Trotz ihrer vielen Erfolge ist Yasmin Giger eine stets freundlich strahlende Frau geblieben, die auch in eher unangenehmen Situationen immer Auskunft gibt. Als ehemalige Anfängerin beim Kids Cup war sie logischerweise auch beim Anlass in Amriswil Ende März ein willkommener Gast. Und natürlich ein Vorbild für die Kids. Auf ihrem Rückweg zum Trainingsort Zürich machte sie unerwartet Halt in der Dorf Garage Felben, um ihrem Auto-Sponsor an der Frühlings-Show die Ehre zu erweisen.

Wie bodenständig die am 6. November 27 Jahre alt werdende Spitzen-Leichtathletin geblieben ist, zeigte sie ebenfalls, als sie letztes Jahr am Nationalfeiertag an ihrem Wohnort Romanshorn die 1. August-Rede hielt. Wäre ihr zu gönnen, dass sie nach den Schweizer Meisterschaften in Zürich, oder der EM in England, wieder etwas zu feiern hat.

Quelle-Artikel: Frauenfelder Woche (Ruedi Stettler), 06.05.2026 / Foto: athletix.ch / Bildbeschreibung: Yasmin Giger am Start über 400 Meter Hürden an den Schweizer Meisterschaften 2025 in Frauenfeld.

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By Zaafir / Administrator, bbp_keymaster on Mai 07, 2026

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